Trotz eines großen Angebotes an unterschiedlichen Spielmaterialen, Freizeitaktivitäten und Bewegungsangeboten, stehen bei vielen die modernen Medien wie Fernseher, Videospiele, Playstation oder Handy im Vordergrund.
Leider wird hier meist nur die visuelle und auditive Wahrnehmung angesprochen.

Wo bleibt da das Bewegen, das Fühlen, das Betasten, das Begreifen?
Fernseher, Videospiele und Playstation verlocken natürlich, aber dies hat zur Folge, dass sich Kinder immer weniger bewegen. Das bedeutet, dass die Bewegungserfahrungen in den anderen Wahrnehmungsbereichen ausbleiben.


Zurück zu den Wurzeln – Kinder müssen sich ausreichend bewegen, damit alle Sinne trainiert werden – besonders die taktile Wahrnehmung, der Gleichgewichtssinn und die kinästhetische Erfahrung, die ein Kind macht, ermöglichen dem Menschen sich aktiv mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen.
Deshalb ist es so wichtig, diese durch möglichst viele Bewegungsaktivitäten zu trainieren!  Man kann das auch als „sensorische Nahrung“ verstehen, diese bekommt man, zum Beispiel:


– wenn ein Kind im Spiel mit anderen lernt sich anzupassen und flexibel zu reagieren
– wenn es unterschiedlich große und unterschiedliche springende Bälle kennenlernt
– wenn es sich auf unterschiedlichen Böden bewegt – wie Sand, Rasen, Asphalt, Holzschnitzel
– wenn es auf Baumstämmen, Mäuerchen oder an der Kante des Gehweges balanciert
– wenn es sich um sich selbst dreht – Kinder haben hier unheimlich Spaß
– wenn es sich mit den Knie an einer Stange einhängt und schaukelt
– wenn es auf einen Baum klettert
– wenn es einfach ausgelassen im Sandkasten spielt
– wenn es in einer Pfütze herummatscht
– wenn es Hüpfspiele macht

Durch vielseitige Bewegung werden weitere positive Wirkungen erzielt:
– Das Gehirn wird besser durchblutet
– Das Gehirn wird mit mehr Sauerstoff versorgt
– Alle Bereiche im Gehirn werden aktiviert
– Das Selbstwertgefühl der Kinder steigt, wenn sie auch im motorischen Bereich Erfolge haben
– Und das Immunsystem wird gestärkt

Und so kann auch das Denken und Lernen in der Schule und bei den Hausaufgaben besser gelingen!

Lassen Sie Ihr Kind zwischen den Hausaufgaben immer mal wieder eine bewegende Pause machen. Hier eignen sich z.B. auch die Überkreuzbewegungen, wie rechte Hand zum linken Knie und umgekehrt. Lassen Sie Ihr Kind beim Auswendiglernen oder Vokabellernen in der Wohnung herumlaufen. Auch so findet eine Überkreuzbewegung statt und Ihr Kind kann sich die Vokabeln besser behalten.

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