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Brain4kids Ernährung

Ernährung als Baustein für gesunde Entwicklung

Ein weiterer Baustein für eine gesunde Entwicklung ist die Ernährung. Sie bildet eine wichtige Grundlage für das kindliche Bewegungs- und Lernverhalten. Eine ausgewogene Ernährung liefert deinem Kind die notwendige Energie und stellt alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien bereit, die es für seine täglichen Aktivitäten, sein Spiel, seine Bewegung und das Lernen braucht.

Oftmals erleben wir in unserer Praxis, dass Kinder über mangelnde Konzentration und Motivation klagen. Sie fühlen sich in der Schule schlapp und das Lernen klappt nicht. Obst, Gemüse und Salat fehlen oft bei der täglichen Nahrungsaufnahme oder werden nur in kleinen Mengen zu sich genommen. Dadurch fehlen auch die notwendigen Mineralstoffe und Vitamine, damit das Gehirn optimal arbeiten kann.

Vergleich mit dem Auto

Vergleiche dies z.B. mit dem Auto. Damit der Motor gut und rund läuft, braucht dein Auto den richtigen Treibstoff und ein gutes Öl. Wenn du versehentlich den falschen Treibstoff tankst, kann der Motor keine Leistung mehr bringen und geht kaputt. Hier achtest du sehr genau darauf, was du deinem Auto als „Futter“ gibst.

Das Gehirn braucht den richtigen Treibstoff

Ähnlich ist es auch mit dem Gehirn. Es braucht den richtigen „Treibstoff“ und ein gutes „Öl“ (Wasser), damit es gesund bleibt und den Anforderungen in Schule und Alltag gerecht wird. Eine gute, gesunde Ernährung setzt voraus, dass wir zu einer natürlichen, den Bedürfnissen des menschlichen Körpers angepassten Nahrung zurückkehren. Leider enthalten viele Produkte aus dem Supermarkt schädliche Zusatzstoffe. Hier gilt es, achtsam und aufmerksam einzukaufen.

Vermeide schädliche Zusatzstoffe

Viele Fertigprodukte enthalten Inhaltsstoffe, die der Gesundheit langfristig schaden können. Wer sich näher informieren möchte, kann sich unter Downloads eine PDF über die Zusatzstoffe herunterladen. Viele Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Leberprobleme und Diabetes sind größtenteils auf ungesunde Ernährung zurückzuführen.

Natürliche und frische Nahrung

Vielleicht fragst du dich, was du tun kannst, um diese Zusatzstoffe zu umgehen. Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Die Nahrung sollte so natürlich und frisch wie möglich sein. Wenn möglich, achte auf regionale Produkte und Bio-Qualität. Wenn es doch mal etwas Fertiges sein soll, schaue, was auf der Packung steht und vermeide die schlimmsten Zusatzstoffe.

Der Nutzen von Bio-Qualität

Vielleicht schreckt dich das Wort Bio ab, und du denkst, das kann ich mir nicht leisten. Berechtigter Einwand. Allerdings können wir aus eigener Erfahrung sagen, dass frisch zubereitete Gerichte einfach länger satt machen. Da die Geschmacksverstärker fehlen, die u.a. dazu beitragen, dass man z.B. ein Päckchen Chips ganz aufessen muss, wenn es offen ist, hast du nicht ständig das Bedürfnis zu essen. Das Sättigungsgefühl hält länger an, sodass du im Grunde genommen weniger essen musst.

Tipps für eine gesunde Ernährung

Kinder sind in der Regel neugierig und probieren gerne etwas aus. Lass dein Kind beim Zubereiten der Nahrung mithelfen. Mach ein Spiel daraus und lass dein Kind Nahrungsmittel mit allen Sinnen erleben – riechen, schmecken, fühlen und begreifen. Das alles weckt die Neugier und dein Kind wird zum Entdecker.

Wenn du auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achtest und ein paar Grundregeln beachtest, bekommt dein Kind die nötigen Nährstoffe, die es für eine gesunde Entwicklung braucht.

  • Gib deinem Kind genügend zu trinken, am besten Wasser oder ungesüßte Fruchtschorlen.

  • Verwende reichlich pflanzliche Lebensmittel, wie Salate, Gemüse, Obst, Getreideprodukte und Nüsse (achte hier unbedingt auf evtl. Allergien deines Kindes).

  • Verwende anstelle von Weißmehl Vollkornmehl und anstelle von Weißbrot Vollkornbrot.

  • Benutze gute Zutaten, wie kaltgepresste Öle, guten Essig (z.B. Obstessig) und kaltgeschleuderten Honig.

  • Biete tierische Produkte, wie Fleisch, Wurst, Geflügel, aber auch Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Quark nur in Maßen an.

  • Verwende Salz, Zucker, Süßigkeiten, Snackprodukte und fettreiche Kost nur sparsam. Dies gilt insbesondere für fettreiche Produkte mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel Schokocreme, Chips, Flips und Ähnliches.

(Diese Empfehlungen entsprechen dem heutigen Forschungsstand und stehen im Einklang mit dem „Ernährungsprogramm“ der optimierten Mischkost (OptimiX) des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund (FKE)).

Gemeinsame Mahlzeiten und Rituale

Versuche, mindestens einmal am Tag eine Mahlzeit gemeinsam einzunehmen. Gemeinsame Mahlzeiten eignen sich wunderbar, um über die Ereignisse des Tages zu sprechen, miteinander zu lachen und Gemeinschaft innerhalb der Familie zu erleben. Ein Ritual, das es wert ist, wieder aufgenommen zu werden. Kinder lieben Rituale.

Struktur der Mahlzeiten

Die Mahlzeiten am Tag sollten in der Regel aus einer warmen Mahlzeit (Mittagessen) und zwei kalten Mahlzeiten (Frühstück und Abendessen) bestehen. Zwischendurch kannst du deinem Kind auch Obst anbieten. Achte jedoch darauf, den Obstkonsum zu moderieren, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Gemüse sollte ebenfalls einen festen Platz in der Ernährung haben, um den Körper und das Gehirn optimal zu versorgen

Gesunde Frühstücksideen

Optimal ist ein selbstgemachtes Müsli mit Vollkornflocken, Nüssen und Rosinen, je nach Geschmack. Füge etwas kleingeschnittenes Obst und eventuell Naturjoghurt oder Milch hinzu. Du kannst auch auf fertiges Müsli zurückgreifen, aber achte darauf, dass es keinen Zucker enthält. Gesüßte Frühstücksflocken wie Smacks & Co. enthalten bis zu 40 % Zucker und sollten nicht auf dem Speiseplan stehen.

Probiere doch mal einen Smoothie

Probiere es doch mal mit einem frischen Smoothie. Hier kannst du frisches Obst wie Banane, Apfel, Erdbeeren oder Heidelbeeren mixen. Wusstest du, je dunkler das Obst ist, desto weniger Zucker hat es? So kann dein Kind schon am Morgen, aber auch zwischendurch, eine gesunde Portion Vitamine zu sich nehmen.

Vollkornbrot für den Morgen

Wenn dein Kind lieber Brot isst, reiche ihm Vollkornbrot mit Butter bestrichen, dazu eine Scheibe Käse oder fettarme Wurst. Bei süßen Belägen bieten sich kleinere Mengen Marmelade, Honig oder Bananenscheiben an.

Die warme Mahlzeit sollte hauptsächlich aus Kartoffeln, Naturreis oder Vollkornudeln sowie Gemüse bestehen. Das Gemüse lässt sich unterschiedlich zubereiten, entweder gekocht, als Salat oder als Rohkost zum Knabbern.

Einmal in der Woche kann eine kleine Portion Fleisch oder Fisch dazu gegessen werden. Wunderbar ergänzen lässt sich die Hauptmahlzeit durch Bratlinge, wie Grünkernküchle oder Haferburger.

Das Abendessen kann auch je nach Geschmack aus einem Müsli mit Obst oder Joghurt bestehen.

Zum Brot, das mit Käse oder fettarmer Wurst belegt ist, können z.B. je nach Geschmack Gurkenscheiben, Paprikastreifen oder Tomatenscheiben gereicht werden.

Versuche es mal mit einen selbstgemachten Dip und reiche dazu verschiedene Gemüsestreifen.